Ludwig Binder und Jim Rakete

die 68er

von Torsten Neuendorff  

Im Rückblick sagen viele 1967/68 in Berlin war ein 'Lebensgefühl' - und Jim Rakete hat jene nobel in's Bild gesetzt. Studenten haben damals ein Selbstbild formuliert, sich lebendig gefühlt, Befreiung eine Richtung gegeben. Was an Veränderungen im Leben ausprobiert wurde, scheiterte vielleicht zu oft, hat aber eine Begrifflichkeit hinterlassen, die argumentativ Bestand hat. Warum sind Frauen ärmer, warum unterdrücken wir uns gegenseitg, warum hassen wir unsere Arbeit, warum ist Kultur so geldorientiert, warum fühlen wir uns vereinsamt, warum werden wir depressiv, warum haben wir keine Verfügung über die Quellen zur Befriedigung unserer Bedürfnisse? Protestbewegungen können voneinander lernen: wie können sich Sklaven befreien, wie Schwarze, wie Frauen, wie Schwule, wie die Opfer des Kapitalismus.  (tn)  Eintritt frei  Museum in der Kulturbrauerei  bis  20. Januar

bilder der revolte

die letzten zwei Minuten der Dokumentation  wir waren die Zukunft  sind in der Ausstellung gefilmt

 

 

 

 

Foto: besetztes Germaistisches Seminar der Freien Universität Berlin 1968 © Ludwig Binder

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