dokuarts

beyond format

von Torsten Neuendorff  

 

Festival für künstlerischen Dokumentarfilm  dokuarts  4. - 21. Oktober

 

BEYOND THE OBVIOUS – DANIEL SCHWARTZ. PHOTOGRAPHER (CH 2018, R: Vadim Jendreyko, Deutschlandpremiere in Anwesenheit von Daniel Schwartz am 12.10. um 19 Uhr) Der Schweizer Daniel Schwartz ist Vieles: Fotograf, Autor, Künstler. Jendreyko hat ihn während der vier Kontinente umfassenden Fotorecherche über das klimatisch bedingte Gletscher-sterben begleitet und ein tiefsinniges Portrait des Fotografen geschaffen, der „nach Bildern [sucht], deren Anfang und Ende außerhalb des Rahmens liegen“. Wiederholung am 20.10. um 17:30 Uhr

HARRY GRUYAERT – PHOTOGRAPHER (BE 2018, R: Gerrit Messiaen, Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs und Harry Gruyaerts am 12.10. um 21 Uhr mit Umtrunk im Anschluss) Ein schwerelos erzähltes Künstlerportrait über den Magnum-Fotografen Harry Gruyaert, das den Zuschauer erleben lässt, warum Gruyaert als einer der ersten Fotografen gilt, die „in Farbe denken“.

BLACK MOTHER (US/JAM 2018, R: Khalik Allah am 13.10. um 16 Uhr) Dem für seine Portraits von New Yorker Nachtgestalten gefeierten Fotografen Allah gelingt es auch in seinem Film, mit dem er zu seinen Wurzeln nach Jamaika zurückkehrt, jenseits der Äußerlichkeiten das „Innere“ der Menschen sichtbar zu machen – in einem audiovisuellen Gedicht, das in harten Kontrasten, in Blicken, Gesten und im Klang des allgegenwärtigen „Patois“ unvorhergesehene Momente von Schönheit freisetzt.

RAGHU RAI – AN UNFRAMED PORTRAIT (IN/FI/NO 2017, R: Avani Rai, Berlinpremiere am 13.10. um 17:30 Uhr) Ein faszinierendes Portrait des einst von Cartier-Bresson geförderten Magnum-Fotografen Raghu Rai, dessen Bilder die turbulente Geschichte Indiens dokumentieren und sich dabei weit über das Land hinaus ins kollektive Gedächtnis eingeprägt haben.

GARRY WINOGRAND: ALL THINGS ARE PHOTOGRAPHABLE (US 2018, R: Sasha Waters Freyer, Deutschlandpremiere in Anwesenheit der Regisseurin am 13.10. um 19 Uhr) Ein feministischer Blick auf den Foto-Poet Winogrand, der in den 50er bis 80er Jahren ein enzyklopädisches Portrait Amerikas schuf und dessen anfangs verspottete Schnappschuss-Ästhetik zur universalen dokumentarischen Bildsprache wurde.

WITKIN & WITKIN (MX 2018, R: Trisha Ziff, Europapremiere am 14.10. um 18:00 Uhr) Welten trennen Joel-Peter Witkin, bekannt durch seine grotesken Fotoinszenierungen und den sozialpolitisch engagierten figurativen Maler Jerome Witkin. Trisha Ziff vereint das ungleiche Zwillingspaar auf der Leinwand in einem intimen Künstlerportrait und einer Reflexion über Identität und Differenz.

(Ankündigungstexte des Festivals)

 

 

Foto: © Khalik Allah

 

 

 

 

 

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