Letizia Battaglia: shooting the mafia

im Vorverkauf

von Torsten Neuendorff  
 
Lange regierte die Mafia auf Sizilien ungehindert, ihre Verbrechen waren für die Welt unsichtbar. Das änderte sich in den 1970er-Jahren, als Letizia Battaglia als erste Fotojournalistin Italiens die brutalen Morde und den tief greifenden Einfluss der Mafia zu dokumentieren begann. Die Schwarz-Weiß-Bilder wirken zeitlos und haben nichts von ihrer Wucht verloren. Um aktiv gegen die Cosa Nostra zu kämpfen, ging Battaglia von 1985 bis 1996, zur Zeit der spektakulären Anti-Mafia-Prozesse der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, in die Politik. Im Privatleben brach sie mit gesellschaftlichen Konventionen, lebte nach einer früh geschiedenen Ehe selbstbestimmt mit jeweils jüngeren Liebhabern.
Regisseurin Kim Longinotto, die bisher bei ihren beobachtenden Dokumentarfilmen selbst die Kamera führte, hat für dieses Porträt zusammen mit ihrem langjährigen Editor Ollie Huddleston eine für sie neue filmische Form gefunden: Mit sorgfältig komponierten Ausschnitten aus italienischen Kultfilmen illustriert sie die Jugend und die Erinnerungen der lebenslustigen Letizia Battaglia und schafft so einen Kontrapunkt zu deren beklemmenden Fotos von Mafiaverbrechen. (Ankündigungstext) Panorama Dokumente  Berlinale
 

 

sinngemäß sagt sie im Film: Mafia, die ihr hier in der Kirche seid, kniet nieder!

 

 

 

 

Fotos: © Letizia Battaglia

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